Übersicht Wanderungen Harz

gefhrte Wanderungen im Harz

58 Wanderungen im Harz

Der Harzgau wird 814 in einer Urkunde von Kaiser Ludwig des Frommen erwähnt. Er wurde von Haruden bewohnt (Harud, Hard, Hart, Harz = Wald, Waldgebirge). Funde weisen auf eine frühe kultische Nutzung des Harzes hin. Bis zum 3. Jh v. Chr. siedelten keltische Stämme um den Harz. Der Bergbau bestimmte das Harzer Wirtschaftsleben und sein Landschaftsbild. Er begann vor 3000 Jahren in der Bronzezeit. Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands. Er liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Brocken ist mit 1141,2 Metern der höchste Berg des Harzes und Sachsen-Anhalts.

 

geführte Wanderungen im Harz:

Als ausgebildeter Wander-, Natur- und Landschaftsführer biete ich im Harz Erlebnis-Wanderungen an. Mein Ziel ist, mit den Teilnehmern die Natur gemeinsam zu erleben. In lockerer Art versuche ich Hintergrundwissen zu vermittteln und schöne Stunden in der Natur zu verbringen. Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Seit 2007 wandere ich regelmässig im Harz. Alle Wanderungen befinden sich hier auf dieser Seite. Mittlerweile biete ich meine eigenen GPS-Aufzeichnungen zum Download an. Die von mir gegangenen Umwege habe ich nachträglich korrigiert. Als GPS-App empfehle ich OsmAnd mit den offline-Karten von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

 

Wanderkarte Harz

Problematisch im Harz ist manchmal die Beschilderung der Wanderwege. Oft sind nur die Hauptwege markiert (Okertal, Sösestausee). Wenn man auch mal abseits dieser Wege gehen will und sich nicht auf GPS verlassen möchte, kann man mit nebenstehender Wanderkarte die Touren planen. Sie ist recht genau, bietet aber nur einen Maßstab von 50.000:1.

 

Bildergalerie Harz

Bildergalerie vom Harz


Der Hochharz (auf dieser Seite mit Mitte gekennzeichnet), das Okertal und das Bodetal beweisen, dass der Harz nicht nur sanfte Hügel zu bieten hat. Das Okertal ist für Kletterer ein Traum und das Bodetal nennt man nicht umsonst den "Grand Canyon" des Harzes. Aber auch die leichten und sanften Wanderungen wie Ilsenburg, Elendstal oder am Sösestausee bieten eine vielseitige landschaftliche Mischung. Die Gegend südlich von Bad Harzburg ist ein Traum und hat nicht nur Goethe und Heine inspiriert.

 

Empfehlen möchte ich auch die 7 Aufstiege zum Brocken. Auch wenn der Brockengipfel eher spröden Charme versprüht, alle gewanderten Aufstiege sind auf ihre eigene Art und Weise wunderbar. Dabei sind alle Aufstiege machbar und bei einigen kann man für den Rückweg die Brockenbahn nutzen.

 

Wie man auf der Karte sehen kann, gibt es sehr viele blaue also leichte Wanderungen. Diese sind in jedem Fall auch mit Kindern begehbar. Meine Lieblingswanderungen sind die Spiegeltaler Teiche und am Marienteich/Radautal. Viele Wanderungen habe ich so angelegt, dass zunächst der steile Anstieg zu gehen ist und nach einer Erholungsphase bergab der Rückweg an einem Bach erfolgt.

 

Topographisch betrachtet unterteilt sich der Harz in Oberharz, Hochharz, Mittelharz, Unterharz und östliche Harzabdachung. Auf dieser Seite habe ich mich für eine Aufteilung in Westen, Mitte, Osten und Süden entschieden.


Die Entstehung des Harz

Die Auffaltung vom Harz begann vor 300 Millionen Jahren. Die Giessen-Harz-Decke besteht aus Flysch (Sandsteine, Tonsteine). Die Sedimente wurden nachträglich gefaltet. Das Gebirge erodierte und wurde von mesozoischen und känozoischen Gesteinen überdeckt. Vor 150 bis 200 Mio Jahren entstand die Heraushebung durch tektonische Bewegungen und Bruchstrukturen aufgrund der alpidischen Gebirgsbildung (Harznordrandverwerfung). Der Brockengranit ist 293 Mio Jahre alt. Der Harz ist ein Schollengebirge und fällt steil nach West und Nordost ab. Nach Süden flacht er ab.

 

Die Wälder des Harz

In den unteren Lagen bis 700 Meter befinden sich Buchenwälder, Stieleiche, Traubeneiche (tiefe trockene Lagen), Bergahorn (feuchtere Standorte), Eberesche (Vogelbeere), Hängebirge und Salweiden (lichtbedürftige Pioniere). Auf 700 bis 800 Meter Höhe wachsen unter natürlichen Bedingungen Buchen-Fichtenmischwälder. Bewirtschaftungsbedingt wurden die Laubwälder durch Fichtenwälder und Bergahorn (Grubenholz) zurückgedrängt. Ab 800 Meter bis zur Baumgenze auf 1000 Meter wachsen Fichtenwälder und wenige Laubgehölze (Ebereschen, Hänge- und Moorbirke, Weiden).

 

Die aufgrund des Bergbaus entstandenen Fichten-Monokulturen im Oberharz wurden durch den Borkenkäfer und einem Orkan im November 1800 zerstört. Die Borkenkäfer vernichteten in 20 Jahren 30.000 ha Fichtenwald. Heute werden im Kerngebiet des Nationalparks Harz die Borkenkäfer nicht bekämpft. Das natürliche Werden und Vergehen des Waldes wird geschützt und durch den Menschen nicht beeinflusst.

 

Waldzerstörung im Harz durch Borkenkäfer

 

Tote Bäume sind nicht gleichbedeutend mit totem Wald. Am Waldboden regt sich vielfältiges neues Leben. Das Licht in den Lücken des Waldes ermöglicht vielen Pflanzen verstärktes Wachstum. Kleine Fichten, Ebereschen und Birken, begleitet von Beersträuchern, Gräsern, Moosen und Flechten, entwickeln sich zu neuen, naturnäheren Wäldern.

 

Im Nationalpark Harz wird der Borkenkäfer in einem 500 m breiten Sicherheitsstreifen an den Rändern des Parks zu den Nachbarwäldern bekämpft. Hier und auch in Teilen der Naturentwicklungszone der mittleren Lagen wird Befall mit Borkenkäfern bekämpft. Befallene Bäume werden gefällt und sofort aus dem Wald gebracht.


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